Firmenzeichen des VEB Werk für Signal-und Sicherungstechnik Berlin

Auftrag von Peter Nischke


(mehr Text steht unter der Abbildung)

Objekt 59

1866 gründete sich aus einem Handwerksbetrieb, der Petroleumlampen fertigte, die Ehrich & Graetz OHG. Zum Hauptschlager des Unternehmens wurde die 1910 entwickelte Petromaxlampe, eine besonders helle Gasdruckpetroleumlampe, die auf Baustellen, beim Fischfang und in Gewerberäumen zum Einsatz kam und eine umwerfende Erfindung gewesen sein soll. Für diese Lampe hatten Ehrich & Graetz das Absatzmonopol auf dem Weltmarkt.

Ab 1936 wurden die größten Gewinne in der Rüstungsproduktion erzielt. Während des zweiten Weltkriegs konnte der Umsatz enorm gesteigert werden.

Beschäftigte bei Ehrich & Graetz
1929: 1647
1932: 704
1935: 1500
1939: 3370
1944: 3800

Nach dem Krieg wurden unter dem Namen Graetz-Werke, ab 1949 als VEB Graetz-Werke, Bügeleisen, Kochplatten, elektrische Leuchten, Feuerzeuge, Radiogeräte und Petromaxlampen produziert. 1949 habe der Betrieb zum ersten Mal Gewinne erzielt. Mit einem eingespielten Kollektiv sei es gelungen, eine rentable, moderne und fortschrittliche Industrie aufzubauen.
1950 wurde die Produktion auf Fernmeldeanlagen umgestellt und der VEB Fernmeldeanlagen Treptow gegründet.
1953 schlossen sich der VEB Fernmeldeanlagen Treptow und der VEB Signalbau Berlin zum VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin zusammen, kurz WSSB, beauftragt mit der Produktion von Signal- und Sicherungsanlagen.
( aus: Signal auf Grün. Geschichte des VEB Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin. Hg. von der Betriebsparteiorganisation der SED, Berlin 1981)

1992 kaufte die Siemens AG den Betrieb von der Treuhand. Er gehört jetzt zum Bereich Transportation Systems.